Westwall-Bunker-Rundwanderung im Buhlert

Ausgangspunkt dieser Rundtour ist der Wanderparkplatz Buhlert an der L246 zwischen den Orten Schmidt und Strauch. Der Rundweg ist insgesamt nur 6,6 km lang und ohne nennenswerte Steigungen. Grundsätzlich ist der Weg auch schon für kleinere Kinder gut zu schaffen, aufgrund der Thematik aber nicht zu empfehlen. Unsere Kids waren bei „Erstbegehung“ 6 bzw. 10 Jahre alt und wurden von uns vorher intensiv und behutsam auf den Besuch vorbereitet.

Bei GPS-Tour.info habe ich den GPS-Track gespeichert. Dort ist auch eine Übersichtskarte zu finden.

Die Wanderung verläuft weitgehend auf befestigten Wegen (teilweise sogar geteert) – nur die Abzweigungen zu den ehemaligen Bunkeranlagen des Westwalls sind unbefestigt und oft nur als schmale Pfade erkennbar bzw. gar nicht gekennzeichnet. Kinderwagen sind auf den Hauptwegen also grundsätzlich möglich.

Feste, ggf. gar wasserdichte Schuhe sind empfehlenswert – zumindest wenn man den einen oder anderen Bunker betreten möchte. Dann bitte auch Taschenlampen oder Stirnlampen einpacken! Das Betreten der Bunkeranlagen geschieht grundsätzlich auf eigene Gefahr und birgt Verletzungsgefahren.

Das Betreten zerstörter/ gesprengter Anlagen ist lebensgefährlich!

Im Winterhalbjahr sind die Bunkeranlagen gesperrt, um den Fledermäusen ein Rückzugsquartier zu bieten.

Auf dieser Rundwanderung erlebt der Wanderer Geschichte zum Anfassen. Wir haben diese Tour genutzt, um unseren Kindern die Gräuel des Krieges zu vermitteln. Der landschaftlich sehr schöne Hürtgenwald ist mit Bunkern durchsetzt und von auch heute an vielen Stellen noch sichtbaren Verteidigungs- und Versorgungsgräben durchzogen.

Insgesamt führt die Wanderung an acht alten Bunkeranlagen vorbei, darunter auch einem Wasserbunker, der auch heute noch für Feuerwehrübungen genutzt wird. Der erste Bunker liegt nach ca. 150 – 200m abseits des Weges, rd. 50 m südwestlich im Wald. Als nächstes kommen wir über den Pionierweg am genannten Wasserbunker vorbei, ungefähr bei Kilometer 0,9. Bei Kilometer 2,8 erreichen wir dann einen überwucherten Kampfbunker direkt am Hauptwanderweg. Von dort folgen wir einem Trampelpfad  in nordwestlicher Richtung weiter zur Bunkeranlage 128/ 129.

Nachdem wir auf dem gleichen Weg zum Hauptwanderweg zurückgegangen sind, folgen wir diesem in südlicher Richtung bis Kilometer 3,4. Dort biegen wir nach Osten ab (Trampelpfad) und erreichen die gut erhaltene Doppelbunkeranlage 131 und 135. Bei Kilometer 4,2 liegt direkt am Weg – verborgen im Unterholz – ein weiterer Bunker, der ebenfalls begangen werden kann. Kurz danach gelangen wir wieder auf den geteerten Pionierweg, dem wir in östlicher Richtung zurück zum Ausgangspunkt folgen. Bei Kilometer 5,7 biegen wir nach rechts vom Pionierweg ab. Kurz vor dem Parkplatz – bei Kilometer 6,5 – können wir uns ein paar Meter (ca. 40m) in südöstlicher Richtung vorsichtig ins Unterholz vorarbeiten zu den Resten eines weiteren Bunkers, um kurz darauf den Ausgangspunkt der Tour zu erreichen.

Als Besucher sind wir  im Buhlert mit dem nötigen Respekt unterwegs, haben bei den Kämpfen in diesem Gebiet von September 1944 bis Februar 1945 doch tausende Soldaten ihr Leben verloren.

Da in dem gesamten Gebiet Munitionsreste u.ä. vorhanden sein können, sollten Hunde nur angeleint mitgenommen und Kinder niemals unbeaufsichtigt gelassen werden.

Weitere Informationen zur Vorbereitung eines Besuchs gibt es auf den Seiten von Faehrtensucher.net und bei Wikipedia.

Für den interessierten Wanderer empfiehlt sich ergänzend die Rundwanderung „Pfad des Gedenkens“ auf den Spuren des sogenannten „Kall Trails“ der US-amerikanischen Truppen.

Über Ergänzungen, Anregungen, Kritik & Berichtigungen freue ich mich.

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Ein Gedanke zu “Westwall-Bunker-Rundwanderung im Buhlert

  1. Hat dies auf Wandern mit Kids rebloggt und kommentierte:

    Habe mal ein wenig im Archiv gekramt…

    Diesen Spaziergang kann ich wirklich sehr empfehlen, auch wenn Du in diesem Gebiet die ganze Zeit eine gewisse „Beklemmung“ spürst. Ich habe diese Tour im Sommer 2010 gemacht.

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