Abenteuertour zu den Kriegszeugnissen rund um Simonskall im Kalltal

Heute lade ich Euch ein zu einer Wanderung auf historischem Terrain zu den Überresten der Westwallanlagen in der Umgebung von Simonskall. Nachdem wir vor einigen Jahren bereits die Gegend nordöstlich von Simonskall erkundet haben (Ochsenkopf & Peterberg), haben wir uns nun das Gebiet südlich der Kall und den Höhenzug des Buhlert vorgenommen.

Wir starten direkt in Simonskall auf dem öffentlichen Parkplatz neben dem Landhotel Kallbach. Am Wochenende wimmelt es hier übrigens von Downhill Mountainbikern, da könnte es etwas schwierig mit einem Parkplatz werden.

Vom Parkplatz aus gehen wir in südwestlicher Richtung bis zur Tourist-Information. Hier folgen wir dem Weg nach links – ausgeschildert mit Marienkapelle. Wir folgen den Weg, der als Westwallweg bzw. mit einer 3 oder 7 ausgezeichnet ist.

Nach gut 600 Metern biegen wir scharf nach rechts ab. Hier finden wir rechterhand – erreichbar über einen kleinen Pfad – die Überreste des Bunkers 59.

Wir folgen dem Weg weiter (E8, Ww, Krö, A2) bergauf bis zu einem Aussichtspunkt. Nach einem scharfen Linksknick biegen wir nach rechts auf den Historischen Wanderweg (H). Nach wenigen Metern halten wir uns wiederum nach rechts (E8, Ww, Krö, WDE, H). Wir bleiben auf diesem Weg, bis wir den Klafterbach erreichen, an dem wir nach links bergauf (in südlicher Richtung) weiterwandern.

100 Meter bevor wir den Klafterbach erreichen, entdecken wir rechts auf den Wiesen an der Kall noch einen ehemaligen RAD (Reichsarbeitsdienst) Bunker.

Der Weg ist nun mit den Symbolen Ww und KRP gekennzeichnet. Nach 250 Metern macht der Weg einen Rechtsknick (wir überqueren den Bach) und weiter geht es bergan. Auf einer großen Lichtung (rechts des Weges) werden wir überraschend von einem wild schimpfenden Dachs angegriffen, dessen Bau wir wahrscheinlich zu nah gekommen sind und beschleunigen unseren Schritt mit hüpfenden Herz für ein paar Meter. Kurz hinter der Lichtung knickt der Weg leicht nach links ab.

Genau im Knick sind rechts die Überreste des Bunkers 128/129 im Gestrüpp verborgen.

Weiter geht es in südlicher Richtung auf dem Westwallweg (Ww). Nach einem 90 Grad Rechtsknick biegen wir nach links ab und folgen dem Weg weiter moderat bergan im leichten Zickzack, bis wir auf einen Querweg stoßen, wo uns eine Bank zur Rast begrüßt (Kilometer 4,70).

Im Rücken der Bank finden wir – einem der Trampelpfade folgend – den Westwallbunker 139/40, den wir uns mit Interesse anschauen.

Zurück auf dem Hauptweg wenden wir uns nun nach Norden, um die weiteren drei Bunker in diesem Bereich des Buhlert zu erkunden (Bunker 131 und 135 auf der rechten Seite des Hauptwegs (Trampelpfad), Bunker 132 (begehbar) 150 Meter weiter in einer Rechtskurve des Wegs linkerhand im Wald.).

Weiter geht es auf dem Westwallweg (Ww)/ KRP in nordöstlicher Richtung einigermaßen parallel/ leicht abfallend zum Hang entlang. Dem Westwallweg folgen wir bis Kilometer 8,7, wo dieser Weg nach links abzweigt. Wir halten uns an der Weggabelung aber nach rechts und folgen dem Weg in östlicher Richtung hinab ins Senkbachtal. Bevor wir die Wiesen erreichen, biegen wir scharf nach links (Norden) ab und folgen dem Pfad, bis wir wieder den Historischen Wanderweg (H) erreichen, auf den wir nach rechts über den Senkbach abbiegen.

Nach einem Linksschwenk erreichen wir eine Bank, wo wir uns Zeit für eine Trinkpause nehmen.

Gegenüber der Bank geht ein Steig (70, 36) extrem steil über viele Wurzeln bergan. Wir nehmen die Herausforderung an und folgen diesem spannenden Wegabschnitt den Berg hinauf. Wir folgen dem Weg 70 weiter bis wir nach kurzer Zeit einem Mountainbikesymbol leicht nach links dem Vorzug geben und einem ansonsten nicht ausgezeichneten Weg auf groben Schotter bis hinauf zur Teufelsley folgen.

Hier oben auf der Teufelsley befanden sich Ende 1944 MG Nester der Wehrmacht, die von hier oben das gesamte Kalltal beherrschten und vielen GI’s das Leben kosteten.

Nachdem wir den Ausblick ausgiebig genossen haben, geht es auf dem befestigten Weg in einem langgezogenen Rechtsknick nach Süden hinab ins Huschelbachtal. Im Tal biegen wir scharf nach links ab und folgen dem Weg nach Norden (70, E8, Krö, WDE) bis zur nächsten Gabelung (Wegweiser 325), wo wir nach rechts auf den Weg 36 bzw. H einschwenken, diesen aber im Linksknick direkt nach dem Tümpel mit Wahl des oberen der beiden Wege direkt wieder verlassen.

Auf diesem unbezeichneten Weg wandern wir in einer langgezogenen Rechtskurve über Wiesen und Weiden, bevor wir nach einer Linkskurve, mit der sich der Weg nach Norden ausrichtet, an einer Weggabelung auf den Kalltrail treffen.

Über den Kalltrail haben sich die Amerikaner 1944 verlustreich aus dem Kalltal Richtung Schmidt hochgekämpft. In diesem Bereich sind überall noch die Spuren der schweren Kettenfahrzeuge im Gestein zu erkennen (z.B. wenn wir noch ein Stück weiter zum Aussichtspunkt Decke Ley weitergehen).

Wir biegen hier jetzt steil nach links ab und wandern oberhalb der Häuser hinab ins Kalltall Richtung Mestrenger Mühle.

Auf Höhe der beiden Häuser entdecken wir auf dem Weg die Kette eines amerikanischen Sherman Panzers, die dieser auf dem Vormarsch nach Schmidt auf den Feldern östlich von hier verloren hat.

An der Mestrenger Mühle (Gaststätte, Biergarten) vorbei wandern wir direkt an der Kall entlang bis zum Wegweiser 295, wo wir auf einen befestigten Weg treffen (H, Ge), auf dem wir nun nach links immer an der Kall entlang zurück zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour wandern und in einem der ortsansässigen Hotels und Cafes zur Stärkung einkehren.

Insgesamt haben wir gut 4 Stunden benötigt (ohne Pausen). Geeignet ist die Tour für lauffreudige Kids ab ca. 12 Jahren.

Den genauen Wegverlauf findest Du auf den Internetseiten von Alpenvereinaktiv bzw. Outdooractive.com oder in den entsprechenden Apps.

Viel Spaß!

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